Test – Gitzo GHFG1 Fluid vs Rollei WH-30

Kleines Vorwort:

Seit mehreren Jahren habe ich den Rollei WH-30 Gimbal Head im Einsatz (Bezeichnung ehemals ehemals WH-10)
Mit dem Stativkopf war ich auch lange Zeit zufrieden. Er ist sehr stabil und zumindest meiner gut verarbeitet. Mangels Vergleichen zu anderen Gimbal Heads störte mich es mich nicht sonderlich, dass er nicht ganz so leichtgängig war und ab und an etwas hakte (mit Nikon D3100, Nikon D7100, Bateriegriff sowie dem Tamron 150-600 GH1 und dem Nikkor 500mm f4 VR).
Grad mit der 500mm f4 Festbrennweite und teilweise einem Telekonverter Einsatz ärgerte ich mich dann ab und zu doch etwas über die relative Schwergängigkeit. Grad auch beim filmen fallen Ruckler doch stark auf.
So probierte ich etwas rum, informierte mich und habe jetzt zum noch recht neuen Stativkopf von Gitzo gewechselt.
Der Gitzo GHFG1 ist ein Fluid gedämpfter Stativkopf und hat mich mittlerweile sehr überzeugt.
Im Weiteren Verlauf gehe ich näher auf die Eigenschaften ein.

Groundpod & Rollei WH 30

Groundpod & Rollei WH 30

Der Rollei WH-30

 Der Rollei WH-30 ist für mich ein sehr zuverlässiger Begleiter in der Naturfotografie. Er ist äußerst stabil und robust, hat schon den ein oder anderen Schlag abbekommen und funktioniert immer noch wie am ersten Tag. Die Lackierung mag gewöhnungsbedürftig sein, ist für mich jedoch zu vernachlässigen, da ich eh oft mit Tarnschals arbeite und sie somit nicht sichtbar ist.
Die Bedienelemente sind ausreichend groß und gut zugängig und somit sauber zu bedienen. Er ist etwas schwergängig, auch wenn viel Gewicht drauf lastet, und hakt teilweise etwas bei Schwenks. Grad beim filmen kann das sehr ärgerlich werden.
Sofern die Kamera und Objektiv Kombi sauber drauf ausgerichtet ist, hält er aber makellos seine Position. Die Skalen und die Wasserwaage sind nützliche und sinnvolle Gimmicks.
Ich glaube mittlerweile allerdings, dass es in dem Preissegment bessere Gimbal Heads gibt. Teilweise sogar etwas günstiger.
Da mich das Ruckeln und die Schwergängigkeit mit der Zeit etwas nervte nutze ich den WH-30 jetzt „nur“ noch auf einem Groundpod und fast ausschließlich für die Fotografie und nicht zum filmen.

Gitzo GHFG1

Gitzo GHFG1

Der Gitzo Fluid Gimbal Stativkopf GHFG1

Gitzo… Allein der Name ist ja schon ne Marke, grad im Stativ-Segment spielen sie ja ganz oben mit. So kam es denn, dass ich mir den noch recht neuen Stativkopf zum Ausprobieren bestellte und… behalten habe.
Ich schwankte noch zwischen Videoneiger und Gimbal Head. Mit den GHs komme ich aber irgendwie besser klar. So suchte ich nach einem Kompromiss. Die Fluiddämpfung war mir wichtig, ich wollte aber nicht auf einen GH verzichten.
So kam der Gitzoi GFGH1 grad richtig. Angeblich ist er ja auch speziell für Wildlife Fotografen mit den dicken Objektiven entwickelt worden.
Die Verarbeitung ist sehr gut, zudem ist er auch relativ leicht. Alle Bedienlemente machen einen gut verarbeiteten und hochwertigen Eindruck. Die Farbe ist angenehm neutral und nicht glänzend wie der Rollei.
Alle wichtigen Elemente sind gut zugänglich und die Rädchen und Hebel gut bedienbar. Der optional anzubringende Schwenkarm (Im Lieferumfang enthalten) leistet gute Dienste und ist auch gut anpassbar.
Die Fluiddämpfung ist wirklich hervorragend. Bei horizontalen Schwenks dämpft sie angenehm stark und ermöglicht somit ein sanftes Anfahren. Je schneller der Schwenk wird, desto geringer wird der Dämpfungswiderstand. Ein weiches Verfolgen, auch schneller Motive, ist somit leicht möglich.
Vertikal ist auch eine Fluiddämpfung vorhanden, diese passt sich jedoch nicht an die Geschwindigkeit an. Es wirkt auf mich jedoch sehr ausgeglichen.
Dieses Fluidkontrollsystem ( auch Whip-Pan) genannt empfinde ich für einen Gimbal Head als wirklich optimal.
Die Schnellwechsel Vorrichtung ist Arca Swiss kompatibel und die mitgelieferte Arca Swiss Platte ist zudem mit Gummi beschichtet was ebenfalls leicht dämpfend wirkt.
Insgesamt ist der Gitzo GHFG1 deutlich Vibrationsärmer als der eigentlich schon gute Rollei WH-30.
Das stabile und leichte Magnesium Gehäuse trotz gut diversen Witterungsbedingungen und ist bis 70°C einsetzbar.
Auch bei Minusgraden weist das Fluid noch sehr gute Dämpfungseigenschaften auf.
Für den Gitzo Kopf sind zudem von verschiedenen Anbietern Cover erhältlich. In der Regel Neopren-Überzüge, die die Temperatur etwas stabiler halten können, zudem die Haptik verbessern und im Winter sicherlich angenehmer anzufassen sind als der blanke Kopf. Zudem gibt es sie in verschiedenen Farben bzw. Tarnmustern.

Hier mal Links zu den Köpfen und Materialien, die ich hier nutze. (Werbung)

Vergleich der beiden Stativköpfe

Gitzo vs Rollei GH

 Gitzo Fluid Gimbal Stativkopf GHFG1Rollei WH-30 Gimbal (WH-10 identisch)
Schwenkbereich:360°360°
Neigewiderstand:kontinuierlich Fluidgedämpft & RadeinstellungNur am Rad einstellbar
Schwenkwiderstand:kontinuierlich Fluidgedämpft (selbstreduzierend) & RadeinstellungNur am Rad einstellbar
Gewicht:1.35 kg1.42 kg
Traglast:8 kg25 kg
Schnellwechselaufnahme:Arca SwissArca Swiss
Verarbeitung:sehr gutgut
(Schrauben bei manchen Modellen nicht ganz sauber verarbeitet)
Stabilität:sehr gutsehr gut
Bedienung:sehr gutgut
(auch in den lockersten Einstellungen teils etwas schwergängig, mitunter leicht hakend)
Cover erhältlich ?jaist mir keines bekannt
Meine Wertung:

Fazit:

Den Gitzo GHGF1 kann ich zur Wildlife-Fotografie und Videografie sehr empfehlen. Den Rollei nutze ich, wie schon geschrieben, auf einem Grounpod immer noch sehr gern. Der Gitzo hingegen ist eine wirkliche Aufwertung und hält und führt das 500er wunderbar. Grad im Zusammenspiel mit einem ordentlichen Unterbau wie dem Rollei Rock Solid Alpha XL macht er nen super Job.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.